Sowohl Angler als auch die Angelindustrie warten beständig mit Neuheiten auf, um den Angler zum Fisch zu bringen. Nicht alle neuen Ideen können sich durchsetzen und verschwinden nach einiger Zeit wieder aus den Angelzeitschriften und Schaufenstern. Im Folgenden eine kleine Auswahl von Technik- und Tricks des Meeresangeln der letzten 20 Jahre, die sich nicht durchgesetzt haben und heute kaum noch Beachtung finden oder schon in Vergessenheit geraten sind.

Anfang der 2000er spielten Duft- und Aromastoffe immer wieder eine Rolle. Es wurde experimentiert und weiterentwickelt. Einige der bekannten Marken boten Lösungen für die Verwendung von Duftstoffen an. Das Magazin Kutter & Küste präsentierte in Ausgabe 8 den Artikel „Korbleger“, in dem Duftkörbe von Eisele zum Einsatz kamen. Diese seien sowohl beim Boots- als auch Brandungsangeln hilfreich und würden Plattfische aus großer Entfernung anlocken. In die Duftkörbe wurde Watte gefüllt und diese mit dem Duftstoff getränkt.

Um die klobigen Duftkörbe zu vermeiden entwickelte Zebco Aroma-Bleie. Diese wurden beispielsweise im Artikel „Duftbomben“ der Kutter & Küste Ausgabe 15 vorgestellt. Bei diesen wird der Duftstoff direkt auf die Bleie aufgetragen.

Pilker waren Anfang der 2000er noch das Mittel der Wahl beim Bootsangeln. Heute hat der Gummifisch deutlich an Boden gewonnen. Mit der Überschrift „Eure Durchlauft“ pries Kutter & Küste ihren eigenen Durchlaufpilker bzw. Inlinepilker an. Heute sucht man Durchlaufpilker vergebens, die sich im Gegensatz zu Durchlaufblinkern nicht durchsetzen konnten.

Eine sehr kurios anmutende Entwicklung war der Feder-Pilker bzw. Genius-Pilk. Eine Edelstahlfeder bildete den Köder und konnte mit Bleikugel beschwert werden.

Es bleibt spannend über welche Entwicklungen wir in 20 Jahren lachen werden oder wir uns kaum noch erinnern.


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