Wer in den letzten Monaten an Dänemarks Küsten des Kattegats geangelt hat, der hat häufig enorme Bissfrequenzen erlebt. Leider hing allzu oft nicht der Zielfisch am Haken, sondern ein Petermännchen (zu Dänisch Fjesing).

Das Gewöhnliche Petermännchen wird im Durschnitt 20 – 30 cm lang, besitzt auf dem Rücken und an den Kiemendeckeln Giftstachel und ist an der deutschen Küste nur sehr selten anzutreffen.

Die Fangmeldungen, die in diesem Sommer 2020 aus Dänemark kamen, gingen von Skagen an der Nordspitze bis in den Süden um Samsø und umfassten auch die Nordküste von Seeland. Im gesamten Kattegat wurden Petermännchen, in teils großen Stückzahlen, gefangen.

Das Petermännchen wurde 2020 im gesamten Kattegat gefangen.

Das Petermännchen begibt sich während seiner Laichzeit im Juli und August in Küstennähe. Dabei scheint das Jahr 2020 eine besonders große Anzahl an Petermännchen an die Strände gebracht zu haben. Die Fische bissen bei annähernd allen Ködern und Fangmethoden. Vom Brandungsnageln bis zum Meerforellenangeln immer kamen die Petermännchen dazwischen. Aus eigener Erfahrung gab es Phasen, in denen fast jeder Wurf ein Petermännchen brachte.

Inzwischen sollen sich die Petermännchen ab Mitte September wieder von den Küsten entfernt haben, so dass sich wieder auf den Zielfisch konzentriert werden kann. Wer im Sommer also am Kattegat angelt, sollte sich auf das Petermännchen einstellen. Das Petermännchen gilt in Dänemark als sehr schmackhaft. Wer trotzdem nicht jeden Fisch mitnehmen möchte: zum Lösen der Haken bieten sich zwei lange Zangen an, mit der zum einen der Fisch am Kiefer festgehalten und mit der anderen Zange der Haken gelöst werden kann.


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