Steckbrief: Hornhecht

Hornhechte zeichnen sich durch ihren spitzen Schnabel und ihren langgestreckten Körper aus. Sie werden 70 bis 90 cm groß und nur selten über 1 Kg schwer. Als pelagische Schwarmfische leben Sie den Großteil des Jahres im Ostatlantik. Im Mai und Juni begeben sich die Hornhechte zum Laichen in die Nordsee, den Kattegat und in die Ostsee. Im flachen Wasser, dicht unter der Küste, vollziehen sie ihr Laichgeschäft und wandern erst nach den warmen Sommermonaten wieder in den Atlantik zurück. Die Rapsblüte vollzieht sich im Mai, meist zeitgleich mit dem Eintreffen der Hornhechte, weswegen die gelbblühenden Felder als Indikator für das baldige Eintreffen der Hornhechte dient.

Hornhechte sind tagaktive Raubfische, die ihre Beute mit ihren großen Augen identifizieren. Sandaale, Jungheringe und Sprotten stehen ganz oben auf ihrer Speisekarte, aber auch Krebse und Krabben zählen zu ihrer Nahrung. In kleinen Trupps stellen sie der Beute im Oberflächenwasser nach, wobei sie Sonnenschein nicht abschreckt, eher im Gegenteil. Dann wenn sich die Meerforellen bei praller Sonne nur spärlich blicken lassen, jagen die Hornhechte unablässig.

Entsprechend ihrer natürlichen Beute lassen sich Hornhechte vornehmlich mit bewegten oberflächennahen Ködern fangen. Blinker und Wobbler sind ähnlich fängig wie Fischfetzen, Twister oder Fliegen am Sbirolino. Da das Maul der Hornhechte klein und hart ist, kommt es häufig zu Fehlbissen. Abhilfe sollen Seidenfäden schaffen, die anstatt oder zusätzlich zu einem Haken an dem Köder angebracht werden und in denen sich die Hornhechte mit ihren vielen kleinen Zähnen verfangen. Daneben kann ein kleines Stück monofile Schnur von 4 bis 5 cm zwischen Blinker und Drilling helfen die Silberpfeile besser zu haken.

Abgesehen von den aktiven Angelmethoden lassen sich Hornhechte auch passiv fangen. Am häufigsten kommt hierbei die Wasserkugel oder Pose mit einem Fischfetzen zum Einsatz. Eher unüblich, aber möglich, ist das Brandungsangeln auf Hornhechte. Dabei werden Montagen mit langen Seitenarmen und starken Auftriebsmitteln (z.B. Kork) verwendet, um den Köder flach anzubieten.     

Der Hornhecht gehört nicht zu den klassischen Speisefischen. Aufgrund seiner vielen Gräten und den kleinen Filets wird er nur selten zum gezielten Verzehr beangelt.  

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