Steckbrief: Hering – Silber der Meere

Vorkommen und Lebensweise

Der Hering ist ein Schwarmfisch und kommt nicht nur in der Ost- und Nordsee vor, sondern im gesamten Nordatlantik. Er wird selten älter als 20 – 25 Jahre und kann in dieser Zeit bis zu einer Größe von 40 cm wachsen. Sie leben zu Tausenden auf hoher See bis in Tiefen von 200 Metern leben. Tagsüber im tiefen Wasser, folgend sie mit der Dunkelheit der Nahrung an die Oberfläche. Ihre Beute besteht aus tierischem Plankton, dazu zählen Hüpferlinge, Krillkrebse, pelagische Schnecken und Fischlarven. Sie sind selbst Beute vieler anderer Meeresbewohner.  

Der Hering wird nach verschiedenen Beständen unterschieden. Für die meisten deutschen Angler ist der Ostseehering am wichtigsten. Er unternimmt Fresswanderungen in den Skagerrak und die östliche Nordsee, überwintert in den Sunden Dänemarks und erscheint im Frühjahr an den Küsten der westlichen Ostsee, um zu laichen. Diese Wanderung wiederholt sich Jahr für Jahr, so dass es für Angler jährlich zu einer Heringshauptsaison kommt.

Wo und Wann auf Hering

Je nach Ort und Wassertemperatur ziehen die Heringe in Schwären zu Zehntausenden von Mitte März bis Ende April an die deutschen Küsten zum Laichen. Im Herbst, meist im Oktober und November erscheint der Hering noch einmal an der Küste. Allerdings ist er dann weniger zahlreich und weniger dicht unter Land, dafür sind diese Herbst-Heringe fetter und kräftiger.

Der Hering bevorzugt tiefes Wasser, weswegen er meist an Flussmündungen, Kanäle, Häfen und in Buchten angetroffen wird. Die besten Plätze sind oft Kaimauern, Brücken und Schiffsanleger.  Das Angeln an flachen Strandabschnitten ist wenig erfolgsversprechend. Auf hoher See kann er ganzjährig gefangen werden.

Es ist wichtig sich vor dem Angelausflug zu informieren, ob für das Heringsangeln an dem jeweiligen Platz besondere Auflagen beachtet werden müssen. Zum Beispiel sind an einigen Plätzen extra Erlaubnisscheine zu erwerben oder es ist nur eine begrenzte Anzahl an Haken erlaubt.

Wie und womit auf Hering

Klassisch wird dem Hering mit Paternostervorfächern mit zwei bis fünf Haken nachgestellt. Die Haken sind goldfarben und durch weiß-silberne Streifen aus künstlicher oder echter Fischhaut verziert. Sie werden zuckend und ruckend geführt und imitieren damit das Futter der Planktonjäger. Das Ende des Paternosters wird mit einem Gewicht beschwert, meist kommt hierbei ein Heringsblei zum Einsatz. Das Gewicht wird abhängig von der Standtiefe der Heringe gewählt. Stehen die Heringe grundnah, sind schwere Gewichte, um die 30 g zu wählen. Halten sich die Heringe hingegen im Mittelwasser oder bis an die Oberfläche auf, kann ein Heringsblech zum Erfolg verhelfen. Dieses ist leichter und flattert langsamer durch die Wassersäule.    

Ist das Paternoster ausgeworfen, lassen sie es absinken und holen es mit ständigen kleinen Unterbrechungen oder Rucken wieder ein. Ideal sind leichtere Ruten um die drei Metern Länge und eine Stationärrolle, die mit 0,20er bis 0,25er monofiler Schnur oder entsprechendem Geflecht bespult ist. Ein Drahtsetzkescher erleichtert das Entschuppen des Fangs enorm.

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