Haithabu-Team – Nun muss aber Fisch her!

Nach den beiden Nullnummern am Anfang des Jahres, musste es doch nun einmal klappen. Also erneut das Auto mit dem Boot beladen und die restlichen Sachen gepackt. Pünktlich zum Sonnenaufgang war alles aufgebaut und das Boot startklar. Bei zunächst bedecktem Himmel und leichtem Seegang ging es in die Flachwasserbereiche. Der Driftsack bremste die Drift und ich ließ mich langsam auf die Küste zutreiben. Ich fischte einen Snurrebassen und nebenbei ließ ich noch eine Buttlöffelmontage mit der Waterwolf-Kamera zum Grund. Nach nur wenigen Würfen gab es den ersten Einschlag. Die starken Kopfschläge an der Spinnrute deuteten schon auf den Kontrahenten hin und tatsächlich kam ein schöner 50er Dorsch an die Oberfläche.

Ein schöner Dorsch war der erste Fisch 2019.

Ich setzte das Driften fort und war bald dicht an den Strand getrieben. Von hier aus beharkte ich immer wieder parallel die Rinnen mit dem dunkel bewachsenen Grund. Nach einiger Zeit kam der ersehnte Biss, die Rute war krumm und der Fisch hing. Zumindest kurz, denn er löste sich nur wenige Augenblicke später. Doch ich war an der richtigen Stelle. Nur wenige Würfe später attackierte wieder ein Fisch den Durchlaufblinker. Dieses Mal konnte ich eine kleine Meerforelle landen, die schonend zurückgesetzt wurde. Nun folgten noch drei weitere Bisse, wobei jedes Mal der Fisch kurz hing, sich aber unmittelbar darauf ausstieg. Einmal sah ich die silberne Flanke noch an der Oberfläche.

Die kleine Meerforelle durfte gleich wieder schwimmen.

Im Anschluss wurde mir der Wind zu stark und die Drift trotz Driftsack zu schnell. Ich fuhr an eine Stelle mit besserem Windschutz und ruhigerem Wasser. Ich wechselte auf ein Heringsvorfach wieder mit der Waterwolf-Kamera. Das Echolot zeigte deutlich kleinere Schwärme von Heringen und so dauerte es auch nicht lange bis die ersten Heringe ins Boot gelangten. Nach einem halben Dutzend hatte ich bereits genug. Sie werden mir als Köderfische für spätere Ausflüge auf Makrele und Steinbutt dienen. Sehr zufrieden fuhr ich nach Hause. Endlich war der Start in das Jahr geglückt.

Einige Heringe durften als Köderfische mit.

Voller Vorfreude kam ich zu Hause an und als erstes schob ich die Speicherkarte der Waterwolf in den Rechner. Immerhin muss die Kamera mitten im Heringsschwarm gewesen sein. Doch entsetzt und enttäuscht stellte ich fest, dass die Kamera nicht eine Minute der ungefähr fünf Stunden aufgenommen hatte. Eine neue Kamera ist zum Glück schon im Zulauf.

Der Mageninhalt des Dorsches. Drei Sandaale, zwei Wattwürmer und zwei Tangläufer.

Kategorien: Auf Achse!

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